Christian-Arne de Groot Hochzeitsfotografie

Sitze ich links oder rechts bei der Trauung

Vor der Hochzeit schwirren einem viele Fragen im Kopf umher. Für die fünf häufigsten habe ich nach Antworten gesucht.

1. Wer führt mich zum Altar?

Hier gibt es viele Möglichkeiten. Bei katholischen Trauungen läuft das Brautpaar oft gemeinsam in die Kirche, frei nach dem Motto: “Wir sind gemeinsam auf dem Weg”. Evangelische Trauungen richten sich mehr nach dem amerikanischen Stil und sind dafür bekannt, dass der Brautvater seine Tochter dem Bräutigam übergibt. Eine dritte Möglichkeit ist, dass das Brautpaar zusammen mit der Familie die Kirche betritt. Egal ob evangelisch oder katholisch: Viele Pastoren berücksichtigen die Wünsche der Brautpaare und erlauben eine individuelle Begehung der Kirche. Es gibt natürlich auch Ausnahmen und manche Pastoren müssen sich an die Gemeinderichtlinien halten oder haben Ihre eigene Sichtweise.

Informiert euch, welche Tradition eure Familie pflegt und sprecht anschließend die Planung mit dem Pastor ab.

2. Sitze ich links oder rechts bei der Trauung?

Die klassische Variante im Standesamt ist, dass der Bräutigam links von der Frau Platz nimmt.

In der Kirche ist es etwas traditioneller. Die Ordnung verläuft genau andersrum: Hier sitzt der Mann rechts von der Frau. So sollen sie metaphorisch die Kirche in der “richtigen” Ordnung verlassen. Die Braut muss demnach schon beim Einmarsch auf der linken Seite gehen, damit sie die Position vorn nicht ändern muss. Auch die Gäste des Paares sollten diesem Beispiel folgen und auf den entsprechenden Seiten Platz nehmen.

Allerdings habe ich bei der Recherche zu dieser Antwort in meinem Archiv geschaut und noch einmal speziell auf die Sitzordnung geachtet und könnte viele Hochzeiten zeigen, bei dem die Sitzordnung “verkehrt” ist.

Ziert euch, liebe Gäste, in beiden Fällen nicht direkt nach vorn durchzugehen: Nicht nur ich als Hochzeitsfotograf, sondern auch das künftige Ehepaar wird es euch danken, wenn nicht erst die hinteren Reihen voll besetzt sind. Beachtet dabei aber höflichkeitshalber, dass der engen Familie der Braut sowie des Bräutigams die allererste Reihe zusteht.

3. Wer hebt meinen Schleier?

Längst nicht mehr alle Bräute tragen einen Schleier. Solltest du dich aber für dieses feine Accessoires entscheiden, bringt das Fragen mit sich: Wann lüftet man den Schleier? Und wer übernimmt diese Aufgabe? Eine sehr beliebte Möglichkeit ist, dass der Brautvater den Schleier lüftet, nachdem er die Braut zum Bräutigam geführt hat. Dieser Moment versteht sich quasi als Übergabe und Einverständnis des Vaters zur Heirat. Die hingegen am häufigsten praktizierte Möglichkeit ist es, den Schleier erst vor dem Kuss durch den Ehemann lüften zu lassen. Romantik bringen beide Varianten mit sich.

4. Wann nehme ich meinen Schleier ganz ab?

Auch auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten. Eine bekannte Tradition ist, dass der Schleier um Mitternacht abgenommen wird und die Braut symbolisch ab diesem Moment Ehefrau ist. Aus der Praxis kann ich berichten, dass es Tausend Möglichkeiten gibt und es im Grunde jeder so macht, wie er es für richtig hält. Während eine Braut ihn sofort nach Verlassen der Kirche oder dem Standesamt abnimmt, tut es die andere erst im Verlauf des Abends. Wieder eine andere lässt ihn den ganzen Abend an. Eins hatten bisher aber alle Bräute gemein: Beim Schleiertanz, zu dem traditionell das Zerreißen des Schleiers zählt, entschieden sie sich immer für einen preiswerten und gegen das Original.

5. Wie rette ich mein Make-Up, wenn ich weinen muss?

Eine nicht ganz unbedeutende Frage, die manch einer Frau die Nerven raubt. Freudentränen sind etwas Tolles und Herzliches. Ihr Make-Up soll sie verschönern und in nichts einschränken. Deshalb empfehle ich Bräuten, die sich mit dieser Frage beschäftigen, auf die professionellen Antworten einer Visagistin zu vertrauen. Sie berät Sie ganz unverbindlich über ein schlichtes und vor allem wasserfestes Make-Up, damit sie ihren schönen Gefühlen am großen Tag unbedenklich freien Lauf lassen können.

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